Ausgewählte Funde aus dem Grab 120, Sonderausstellung 2019

Die Sonderausstellung des Landesmuseums für Kärnten ist von 5. April bis 27. Oktober im Herrenhaus zu besichtigen.

Diese Sonderausstellung zeigt ausgewählte, restaurierte Schmuckstücke aus dem im Jahre 2002 ergrabenen und zum Schaugrab rekonstruierten Grabhügel 120 aus dem hallstattzeitlichen Gräberfeld von Frög bei Rosegg.
In zwei hölzernen Kistchen – sogenannten Urnenschreinen – kamen die am Scheiterhaufen verbrannten Überreste von zwei Frauen und zugehörige Trachtelemente ans Licht.

Die Grablege datiert ins 7. Jahrhundert v. Chr. Die beiden Frauen waren in etwa 45/50 Jahre alt. Der grazileren Dame (Urne 1) wird die kostbarere aufwendigere Ausstattung zugerechnet. Die robustere Begleiterin (Urne 2) könnte als Dienerin anzusehen sein. Der Schmuck zeigt einheimische Elemente ebenso wie italische Züge.
Besonders auffällige Stücke sind eine sehr große Doppelspiralscheibenfibel mit Gehänge aus Bronze und ein Pektorale aus Bronze und Eisen.
Elitäre Frauengräber sind während der Hallstattkultur zwar selten, aber durchaus bekannt. Es ist daran zu denken, dass die Frau zu Lebzeiten an der Spitze der Fröger Gesellschaft stand?

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