Ausstellungshöhepunkte

Wanderausstellung "Welterbe unter uns - Geschichten von, mit und über Pfahlbauten"

 

Wanderausstellung „Welterbe unter uns“

 in der Keltenwelt Frög/Rosegg

Die Ausstellung „Welterbe unter uns – Geschichten von, mit und über Pfahlbauten“ ist ab 5. April 2019 in der Keltenwelt Frög / Rosegg zu sehen. Sie zeigt die Ergebnisse der Forschungen von Schülerinnen und Schülern aus Kärnten und Oberösterreich, die gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern das UNESCO-Welterbe der Prähistorischen Pfahlbauten untersuchten.

 

Grabhügel BDA 177: Archäologische Ausgrabungen 1884 und 2010

Grabhügel BDA 177: Archäologische Ausgrabungen 1884 und 2010

Die Ausstellung mit den Funden ist vom 5. April bis 27. Oktober im Rundbau zu sehen.

 

Im Bereich der Parzelle 1489 ließ der Kärnthnerische Geschichtsverein im Sommer 1884 unter der Leitung von Theodor Rippert aus Rosegg Ausgrabungen durchführen. Im Grabhügel mit der Nummer 1489-27 (heute BDA 177) fand er einige Tonscherben und beobachtete im Bodenbereich der Grabkammer schwarze Erdknollen, vielleicht Überbleibsel von verbrannten Körpern.

Geschichten aus der Hallstattzeit, Sonderausstellung 2019

Kultgefäß aus Ton

Die Sonderausstellung des Landesmuseums für Kärnten „Geschichten aus der Hallstatttzeit“, ist von 5. April bis 27. Oktober im Herrhaus der Keltenwelt zu besichtigen.

Stumme Bilder aus Frög

In Grabhügel 120 kam auch ein kostbares Tongefäß ans Licht, das mit Menschen, Tieren und geometrischen Mustern verziert ist. Der Umriss der einzelnen Figuren und Symbole war nach dem Brand weiß inkrustiert worden. Auf der tiefschwarzen, glänzenden Oberfläche des Gefäßes ergab sich daraus ein besonders scharfer Kontrast. Die einfach ausgeführten Bilder fügen sich in ein Repertoire, das vor allem von Gefäßen aus zeitgleichen Gräbern des 7. Jahrhunderts v. Chr. im Bereich der sog. Kalenderberg-Kultur (Slowakei, Niederösterreich, Burgenland, Ungarn) bekannt geworden ist.

Am Kegelhals erscheinen drei Paare von Menschen, die sich an den Händen halten; sie tanzen. Während die Darstellung der Oberkörper geschlechtsneutral bleibt, lassen sich anhand der Unterkörper Frauen mit glockenförmigen Röcken von Männern mit frackartigem Rock unterscheiden. Es tanzen also einmal zwei Männer, einmal zwei Frauen und einmal Mann und Frau. Am Umbruch des Gefäßes erscheinen drei weitere Tanzpaare, durchwegs Männer.

Ausgewählte Funde aus dem Grab 120, Sonderausstellung 2019

Die Sonderausstellung des Landesmuseums für Kärnten ist von 5. April bis 27. Oktober im Herrenhaus zu besichtigen.

Diese Sonderausstellung zeigt ausgewählte, restaurierte Schmuckstücke aus dem im Jahre 2002 ergrabenen und zum Schaugrab rekonstruierten Grabhügel 120 aus dem hallstattzeitlichen Gräberfeld von Frög bei Rosegg.
In zwei hölzernen Kistchen – sogenannten Urnenschreinen – kamen die am Scheiterhaufen verbrannten Überreste von zwei Frauen und zugehörige Trachtelemente ans Licht.

Die Grablege datiert ins 7. Jahrhundert v. Chr. Die beiden Frauen waren in etwa 45/50 Jahre alt. Der grazileren Dame (Urne 1) wird die kostbarere aufwendigere Ausstattung zugerechnet. Die robustere Begleiterin (Urne 2) könnte als Dienerin anzusehen sein. Der Schmuck zeigt einheimische Elemente ebenso wie italische Züge.
Besonders auffällige Stücke sind eine sehr große Doppelspiralscheibenfibel mit Gehänge aus Bronze und ein Pektorale aus Bronze und Eisen.
Elitäre Frauengräber sind während der Hallstattkultur zwar selten, aber durchaus bekannt. Es ist daran zu denken, dass die Frau zu Lebzeiten an der Spitze der Fröger Gesellschaft stand?

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