Grabhügel Nr. 120

Grabhügel Nummer 120 - Ein hochrangiges Frauengrab

Hügelgrab

Höhepunkt der Ausstellung der Keltenwelt ist der geöffnete Grabkoffer des Hügelgrabes Nr. 120, eines der größten Fürstengräber in Frög. Die Ausgrabung begann 2002 und wurde von Dr. Paul Gleirscher vom Landesmuseum Kärnten und seinem Team ausgeführt.

Das Landesmuseum für Kärnten stellt seit 2003 die Originalfunde für eine Sonderausstellung im Herrenhaus der Keltenwelt zur Verfügung. Im nachgebildeten und klimatisierten Grabraum befinden sich Modelle. Dies führt den Betrachter an das Denken der Angehörigen eines Verstorbenen nahe heran. Warum wohl hatte man soviele verschiedene Gegenstände als Grabbeigaben zum verbrannten Leichnahm hinzugefügt? Nun, je mehr Beigaben, desto schöner das Leben nach dem Tod. Das wussten allerdings auch schon zeitgleich Grabräuber...

Im Sommer 2002 sollte Grabhügel 120 noch einmal geöffnet werden und sein Bauplan in eine museale Rekonstruktion vor Ort einfließen. Die Grabkammer (lichte Weite 3,2 x 3,2 m, Höhe ca. 0,80–1 m) war quadratisch und an den Himmelsrichtungen orientiert. In der sie umhüllenden Steinpackung fielen an den Ecken große pfeilerartige Steine ins Auge. Die Erdschüttung hatte einen Durchmesser von 11–12 m; die ursprüngliche Hügelhöhe lag bei ca. 6 m. Nordseitig fanden sich vage Spuren einer Neben- oder Nachbestattung.