Noreia Kultstätte

Der Heilige Hain der Noreia - Totenkult und Götterverehrung

Die Göttin Noreia stand für Fruchtbarkeit

Mitten im Hügelgräberfeld Frög wird der Brauch des Totenkultes inszeniert. Im Zentrum der Installation befindet sich die Göttin der Fruchtbarkeit - Noreia - erkennbar durch ihre mehrfache Schwangerschaft. Den Göttern wird durch den Umgang mit den Toten gehuldigt, der Tote selbst findet dadurch passende Aufnahme in das Leben nach dem Verscheiden.

Die Wegführung durch das Hügelgräberfeld ist die passende Gelegenheit, sich dieser Szene zu nähern. Viele Besucher berichten von der Ehrfurcht, die sie dabei ergriffen hat. Ähnlich wie bei großen Bauwerken aus späterer Zeit ist die Annäherung an die zu besuchende Stätte ein wichtiger Teil der Wirkung auf den Betrachter. Verzichten Sie also bei Ihrem Besuch nicht auf diese wichtigen Bestandteile Ihrer Reise.

Im eisenzeitlichen Mitteleuropa gibt es verschiedene Hinweise auf die Existenz von weiblichen Muttergottheiten. Diese Gottheiten lassen sich im Grundtyp auf die Herrin der Tiere (griech.: potnia theron) zurückführen. Sie beherrschte die irdische Welt ebenso wie die Unterwelt, hatte Macht über Leben und Sterben, war zugleich Mutter- und Todesgöttin. Zu ihren Attributen zählen neben Tieren Schlüssel als Symbol für den Naturkreislauf, für die Macht über Leben (Geburt) und Tod (Unterwelt).