Schaugrab Nr. 177

Schaugrab Nr. 177

Grab Nr. 177

Schaugrab 2 (Hügel BDA 177)

Das Hügelgrab wurde im Sommer 2010 nachgegraben und als Schaugrab adaptiert. Vermutlich wurde der Grabhügel bereits im Jahre 1884 durch den Geschichtsverein für Kärnten ausgegraben und dabei nichts Besonderes entdeckt, der Grabhügel war also bereits damals beraubt.

Der Grabhügel sitzt auf einem Geländerücken auf und wirkt deshalb höher bzw. monumentaler. Der Aufbau der Erdschüttung über der Grabkammer (Durchmesser: ca. 10,5 m) weist zwei Besonderheiten auf. In die Hügelschüttung eingebettet fanden sich an der Südseite und an der Westseite zwei größere eisenhältige Steine (Länge ca. 40 cm), vermutlich eine Arte Markierungssteine. Als weitere Besonderheit hat eine einlagige Pflasterung in Form einer Mondsichel zu gelten, die südseitig ans Licht kam (Länge: 12m; Breite: bis zu 1,5 m). Sie war nach dem Aufbringen der Erdschüttung nicht mehr zu sehen. Inwieweit sie einen symbolischen Bezug zum Mond anzeigt und was das bedeuten könnte, ist ungeklärt.

Die Grabkammer war rund 40 cm in den gewachsenen Boden eingetieft worden. Die sie umhüllende Steinepackung war noch bis zu 1 m hoch und bis zu 2,2 m breit. Ihre Längsausdehnung beträgt rund 6 m, ihre Breite 5,50 m. Die Verdickung an der Nordseite ergibt eine fünfeckige Form der Steinepackung, deren Spitze nach Nordosten hin orientiert ist.